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Netzsperren und Internetzensur

Von jselzer am 21. November 2017

Image result for censorship memeZu seiner Anfangszeit war das Internet auf Redundanz angelegt. Informationen sollten dort unter allen Umständen zuverlässig fließen können. Dass jemals der Wunsch aufkommen könnte, irgendwelche Daten zu unterdrücken, hat damals noch niemand geahnt, und selbst, als mit dem Aufkommen des WWW Mitte der Neunziger der Ruf nach Zensur laut wurde, war sich das noch stark akademisch geprägte Netz einig: Wir werden das Netz ganz bestimmt nicht kastrieren, zumal in den USA die Redefreiheit ein besondes hohes Gut darstellte. Das Internet galt quasi als ein eigenes Land, das einmal um den Globus reichte und keine Ländergrenzen kannte. In dieses weltweite Konstrukt auf einmal nationale Grenzen einziehen und die dort geltenden Gesetze durchsetzen zu wollen, erschien bis an die Grenze der Komik absurd.

Davon sind wir heute weit entfernt. Ob Ost oder West, Christentum oder Islam – man ist sich einig: Es kann nicht angehen, dass die Leute einfach schreiben, was sie für richtig halten. Was gut für das Volk ist, weiß die Regierung immer noch am besten, weswegen sie unliebsame Inhalte blockieren lässt – egal, wie krude die dafür zu ergreifenden Maßnahmen sind wie groß die Kollateralschäden sind.

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